

Furosemid ist ein starkes Schleifendiuretikum, das die Rückresorption von Natrium und Chlorid im aufsteigenden Schenkel der Henle-Schleife in den Nieren hemmt.
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Furosemid ist ein Schleifendiuretikum, das die Natrium- und Chloridrückresorption in den Nieren, insbesondere im aufsteigenden Glied der Henle-Schleife, hemmt. Dies führt zu einer erhöhten Urinproduktion und zur Entfernung von überschüssiger Flüssigkeit aus dem Körper.
Stark wirksames Diuretikum (Entwässerungsmittel), bekannt als Wassertablette.
Zur Behandlung von Bluthochdruck und Wassereinlagerungen (Ödemen).
Wirkstoff Furosemid gehört zur Gruppe der Schleifendiuretika.
Fördert rasch die Ausscheidung von Salz und Wasser über die Nieren.
Furosemid ist ein verschreibungspflichtiges Medikament und eines der am häufigsten eingesetzten Diuretika. Es gehört zur Klasse der Schleifendiuretika und entfaltet seine Wirkung in der Niere (in der Henle-Schleife). Dort blockiert Furosemid den Rücktransport von Salzen (Natrium, Kalium, Chlorid) und Wasser in den Körper, was zu einer stark erhöhten Urinausscheidung führt. Diese Entwässerung reduziert Flüssigkeitsansammlungen (Ödeme) im Gewebe, die z.B. bei Herz-, Leber- oder Nierenerkrankungen auftreten können. Durch die Verringerung des Blutvolumens senkt Furosemid auch effektiv den Blutdruck. Es ist auch unter dem Handelsnamen Lasix® bekannt.
Die Dosierung von Furosemid ist stark individuell und hängt von der Erkrankung und dem Ausmaß der benötigten Entwässerung ab.
Standard-Dosierung (Erwachsene): Die Anfangsdosis bei Ödemen liegt oft bei 40 mg morgens. Bei Bluthochdruck wird meist mit 20 mg bis 40 mg täglich begonnen. Die Dosis kann vom Arzt je nach Bedarf angepasst werden, in schweren Fällen auch deutlich höher (z.B. Furosemid 500 mg).
Einnahmezeitpunkt: Nehmen Sie die Tabletten unzerkaut morgens (oder nach ärztlicher Anweisung) mit ausreichend Flüssigkeit (z.B. einem Glas Wasser) auf nüchternen Magen oder zu einer Mahlzeit ein. Die morgendliche Einnahme verhindert nächtlichen Harndrang.
Wichtiger Anwendungshinweis: Die Wirkung tritt schnell ein (innerhalb von ca. 1 Stunde). Trinken Sie ausreichend (wieviel trinken? – nach ärztlicher Empfehlung), um einer Austrocknung vorzubeugen.
Die Nebenwirkungen von Furosemid sind hauptsächlich auf die starke entwässernde Wirkung und den möglichen Verlust von Elektrolyten zurückzuführen.
Störungen im Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalt (z.B. Kalium-, Natrium-, Calciummangel), Dehydratation.
Erhöhung der Harnsäurewerte (Gichtgefahr).
Blutdruckabfall (Hypotonie), Schwindel.
Hörstörungen (oft vorübergehend, bei hoher Dosierung oder schneller i.v. Gabe).
Übelkeit, Magen-Darm-Beschwerden.
Hautausschläge, Juckreiz, Lichtempfindlichkeit.
Wichtiger Hinweis:
Wirkstoff: Jede Tablette enthält Furosemid in der entsprechenden Stärke (z.B. 20 mg, 40 mg).
Sonstige Bestandteile: Maisstärke, Lactose-Monohydrat, Magnesiumstearat, hochdisperses Siliciumdioxid, Talkum.
Bei einer bekannten Überempfindlichkeit gegen Furosemid, Sulfonamide oder einen der sonstigen Bestandteile darf das Medikament nicht eingenommen werden.
Es gibt andere Schleifendiuretika sowie Diuretika aus anderen Klassen.
Torasemid: Ein weiteres starkes Schleifendiuretikum, das oft nur einmal täglich eingenommen werden muss und eine längere Wirkdauer hat als Furosemid (Torasemid). Die Umrechnung der Dosis sollte ärztlich erfolgen.
Thiazid-Diuretika: Wirkstoffe wie Hydrochlorothiazid (HCT) oder Chlortalidon (Hygroton) wirken weniger stark und länger anhaltend, oft bei Bluthochdruck eingesetzt.
Kaliumsparende Diuretika: Spironolacton oder Eplerenon verhindern den Kaliumverlust und werden oft kombiniert.
Lesen Sie die gesamte Packungsbeilage für Furosemid Ratiopharm sorgfältig durch, bevor Sie mit der Einnahme dieses Arzneimittels beginnen. Sie enthält wichtige Informationen zu Gegenanzeigen, Wechselwirkungen und der korrekten Anwendung.